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CFJ - ein kleiner, aber feiner Selbsthilfeverein für Langzeitarbeitslose mit Mehrfachbelastung

Es gibt uns seit drei Jahren. Wir kümmern uns um Langzeitarbeitslose mit Mehrfachbelastung. Wir haben auch ein Integrationskonzept für Flüchtlinge auf die Beine gestellt: Deutsche Sprache und gleichzeitig handwerkliche Grundfertigkeiten erlernen, war das Ziel. Wir allein haben die Kosten getragen. Nicht einen Euro Kostenübernahme durch staatliche oder kommunale Stellen. Unser Konzept war erfolgreich. Dafür hat man uns mit dem "Niederbayerischen Integrationspreis 2015" ausgezeichnet. Ohne öffentliche Subventionierung mussten wir aber die "Flüchtlingshilfe" zurückfahren und betreiben derzeit nur noch das Flüchtlingsprojekt "Schneider Ibrahim".

Wir entlasten die öffentlichen Kassen, indem wir Langzeitarbeitslose mit Mehrfachbelastung in Vollzeitbeschäftigung bringen. Seit Gründung unseres sozialen Beschäftigungsvereins im April 2014, hat sich die Anzahl der Mitarbeiter auf fünf Vollzeitbeschäftige erhöht. Darauf sind wir stolz. Und wir sind stolz auf die unzähligen Hilfsleistungen, die wir Dank unserer vielen Spenderinnen und Spender erbringen konnten. Unser Motto: Jeder Mensch hat ein Recht auf Arbeit und ein selbstbestimmtes Leben".

Feierabendgedanken

Die Vorbereitungen zur Jahreshauptversammlung sind immer so etwas wie eine Vergangenheits- und Zukunftsanalyse. Es überrascht mich jedes Jahr aufs Neue, dass unser Verein die zwölf Monate überstanden hat, obwohl er ständig im Kriegszustand mit den Finanzen steht. Wir haben es geschafft, weil wir alle zusammenhalten und hart arbeiten. Mit dem Zusammenhalten meine ich auch den Zusammenhalt mit zahlreichen Gebern und Auftraggebern, ohne deren Spendenbereitschaft und Arbeitsaufträge die Schaffung von fünf Dauerarbeitsplätzen für Langzeitarbeitslose mit multiplen Vermittlungshemmnissen, die Hilfe für einen schwerbehinderten Buben im fünfstelligen Eurobereich oder die zahlreichen Hilfsleistungen für Menschen in Not nicht möglich gewesen wäre. Die Zukunft wird für unseren Verein vermutlich die gleichen finanziellen Probleme bringen wie bisher. Vielleicht gelingt es aber, endlich mit den kommunalen Verwaltungen im Landkreis ein so gutes Verhältnis herzustellen, dass daraus Arbeitsaufträge für unseren sozialen Beschäftigungsverein entstehen. Wir wollen nicht betteln, sondern für Leistung bezahlt werden. Danke an dieser Stelle an die Gemeinde Fürstenstein, im Landkreis Passau, für ihre Wertschätzung und den ersten kommunalen Arbeitsauftrag seit Bestehen unseres Vereins!


Paul Rammelmeyr
1.Vorsitzender